Schamanismus

Naturvölker, im speziellen die Ureinwohner Nordamerikas und Afrikas, sowie grosse Heiler und ihre Lehren, u.a. Joshua der Christus und Daskalos der Magus von Stovlos, haben mich schon immer sehr fasziniert und an die Magie, das Heilige das in allem Leben ist, erinnert. 


Meine Liebe zur naturnahen Lebensform und die bewusste tiefe Verbundenheit mit Himmel und Mutter Erde, brachte mich schon als junge Erwachsene dazu, mich damit auseinander zu setzen, wie diese gelebte, sehr kraftvolle Form der Spiritualität in unser "europäisches" Leben integriert und als wertvolle Heilkraft und Lebenshilfe angewendet und weitergegeben werden kann.

1991 stiess ich auf eine erste "Türe" zum Schamanismus. Zahlreiche Weitere folgten und beinahe mit jedem Schritt kam ich meinem Ziel näher. Freudig stellte ich auch fest, dass der Schamanismus eine enorme Bereicherung für unsere herkömmliche Lebens- und Glaubensstrukturen sein kann.

Schamanismus ist die älteste bekannte spirituelle Praxis der Menschheitsgeschichte. Er reicht Zehntausende von Jahren zurück. Der Begriff Schamane stammt aus dem Sibirischen, praktiziert wurde der Schamanismus jedoch auch in Asien, Europa, Afrika, Australien, Grönland sowie auf dem gesamten amerikanischen Kontinent.

Tradizionell richtet sich die Rolle des Schamanen auf die Erziehlung praktischer Ergebnisse. In den tradizionellen schamanischen Kulturen wurde die Rolle des Schamanen entweder von einer einzigen oder von mehreren Personen ausgeübt. Der Schamane wurde z.B. von den Jägern und Sammlern befragt, wo sie nach Nahrung suchen sollten. Ausserdem oblag dem Schamanen die Heilung der Stammesmitglieder. Die Überlebensfähigkeit des Stammes hing also von den Kräften des Schamanen ab.
Der Schamanismus lehrt uns, dass alles Existierende lebendig ist und einen eigenen Geist besitzt. Wir sind mit der Erde und allen lebenden Organismen verbunden. Wir atmen alle dieselbe Luft und trinken vom selben Wasser. Der Schamane spricht vom Netz des Lebens, dass alles miteinander verbindet, in alle Richtungen der Zeit.
In unserer modernen Gesellschaft sehnen sich immer mehr Menschen danach, diese Verbundenheit mit dem Netz des Lebens wieder zu spüren und so die allgemein herrschende Isolation zu durchbrechen.

 

Aus schamanischer Sicht gibt es drei allgemeine Ursachen von Krankheiten.
1. Der Verlust der persönlichen Kraft, der sich in Depression, chronischer Krankheit, oder zahlreichen Missgeschicken ausdrückt, die dem Betroffenen ständig widerfahren.
2. Der Seelenverlust, der sich während eines körperlichen oder seelischen Traumata ereignen kann. Zum Beispiel bei Unfällen, Operationen, Missbrauchserfahrungen, Kriegserlebnissen und anderen Katastrophen. Seelenverluste können zu Persönlichkeitsspaltungen, post-traumatischem Stress-Syndrom, Depression, Krankheit, Immunschwäche, Suchtneigung, krankhaften Formen der Trauer oder Koma führen.
3. Blockaden oder negative Energien, die sich in einem Menschen immer dann ausbreiten, wenn er seine Kraft oder seine Seele verloren hat. Auch diese Blockaden können Krankheiten verursachen.

Schamanismus ist keine Lehre, sondern eine Erfahrung. Schamanen heilen körperliche und seelische Krankheiten, indem sie mit den spirituellen Aspekten der Störung arbeiten. Schamanisieren bedeutet, etwas umwandeln, verändern und zu transformieren. Tradizionell war und ist es die Aufgabe des Schamanen, nach uralter Kunst, Rituale mit Einbezug des kosmischen Lichtes des einen grossen Geistes, durchzuführen.

In Dankbarkeit für die Gnade, mit der Heilkraft des kosmischen Lichts, die stärkste Heilkraft die uns hier auf Erden zur Verfügung stehen kann, zu arbeiten und zum Wohl für Mensch und Tier zu wirken. Dies ist die essentielle Kraft, die mich als Heilerin und Lehrerin beseelt.
Ich distanziere mich, von jeglichen Formen des Okkultismus, denn nur die bedingungslose Liebe und das kosmische Licht des grossen Geistes, vermag alles zu wandeln.
Mia Eichenberger